BUND Ortsverband Isny

07.09.2021| Der Fledermausspezialist Ingo Maier vom NABU Wangen zu Gast bei der BUND Kindergruppe Isny

Stille Jäger in der Nacht

Der Fledermausspezialist Ingo Maier vom NABU Wangen hat den den Kindern der BUND Kindergruppe Isny am 07.09.2021 die erst einmal unheimlich anmutenden kleinen Fledermäuse mit viel Hingabe und Kenntnis nahegebracht.

Um 18 Uhr trafen sich die Kinder, um zunächst mit viel Eifer Fledermauskästen in Zweierteams zusammenzubauen. Nebenher erfuhren sie bereits einiges über das Leben der Fledermäuse z.B. dass sie mit ihren Fingern fliegen, genauer gesagt mit einer Flughaut, die zwischen Fingern und Schwanz wie ein Zelt aufgespannt ist.

Ein Höhepunkt der Aktion war die Präsentation eines kleinen, noch flugunfähigen und verwaisten Fledermauszöglings, eine sanfte, braune Langohrfledermaus. Mit ihren ca 2-3 Monaten wiegt sie leider nur 7 Gramm und wird deshalb auf der Pflegestation von Ingo Maier aufgepäppelt. Die Kinder durften bei ihrer Fütterung mit Welpenmilch zuschauen und hatten so die Möglichkeit, sie aus nächster Nähe zu betrachten.

Zur Dämmerung machte sich die kleine Gruppe dann auf den Weg zu einem nahegelegenen Weiher, um mittels Ultraschall Detektoren die Jagdlaute der Fledermäuse hörbar zu machen. Bis zu 15 verschiedene Fledermausarten sind dort nachts unterwegs und aktiv auf Jagd nach Fliegen, Faltern und Mücken.

Leider sind Fledermäuse ebenso wie Vögel zunehmend vom Insektensterben und Klimawandel betroffen. Ein kalter, verregnete Sommer wie in diesem Jahr erschwert es ihnen, den hohen Nahrungsbedarf bei der Aufzucht der Jungtiere zu decken und sich genügend Reserven für den den Winterschlaf anzufressen. Darüberhinaus kommen die Jungtiere zu spät zur Welt und haben vor dem Winter nicht mehr genügend Zeit, ausreichend Gewicht zuzulegen.

Umso schöner, dass auch diese stillen Jäger der Nacht mit Ingo Maier eine Stimme haben, denn Fledermausschutz ist im weiteren Sinne auch Umweltschutz.

Unser Tipp:

Verletzte oder verwaiste Fledermäuse bitte nicht mit den Händen sondern mit Handschuhen anfassen und Kontakt mit Herrn Maier vom NaBU Wangen aufnehmen!
Hier der Link zur Webseite

https://fledermausschutz-rv.de/startseite/kontakt/



10.07.2021| Unterwegs an einem der letzten Wildwasserflüsse Deutschlands-die Untere Argen

„Wilde, rauschende Wasserwelt“

Passend zum Thema „Wilde, rauschende Wasserwelt“ erforschte die Kindergruppe Isny am 10.07.2021 einen kleinen Uferstreifen der Unteren Argen. Während die Kinder am Ufer entlang wanderten, schulten sie ihren Blick für die Pflanzen am Uferstreifen und die geologischen Besonderheiten. Aufgrund des hohen Wasserpegels durch die ergiebigen Regenfälle der vorherigen Tage konnten sie während der dreistündigen Aktion nur eine kleine Strecke im Flussbett zurück legen. Die Begeisterung war dafür um so größer. Auch beim Bau von Flößen in Kleingruppen waren die Kinder mit Feuereifer dabei. Stolz blickten sie ihnen beim Davonfahren hinterher.



22.06.2021| Was wir mit Hexenkräuter leckeres zaubern können

Wildkräuterführung mit Kräuterführerin Daniela Hartel

Am Samstag, den 22.06.2021, war die BUND Kindergruppe Isny bei strahlendem Sonnenschein zusammen mit der geprüften Kräuterführerin Daniela Hartel am Bleichenweiher unterwegs, um einen ersten Einblick in die Wirkungsweise und den Nutzen von heimischen Wildkräutern zu bekommen. Es wurden ausschließlich Kräuter ohne Verwechslungsgefahr vorgestellt und im Anschluß gemeinsam gesucht und gesammelt.

Die Körbchen der Kinder füllten sich schon bald mit Brennessel, rotem Klee, Spitzwegerich, Wiesensalbei, Gänseblümchen, Schafgarbe, Pimpinelle, frischen Fichtenspitzen, Löwenzahn, Mädesüß, Frauenmantel, Thymian, Himbeerblättern und etwas Waldmeister. Gemeinsam wurde im Anschluß daraus ein leckerer Kräuterquark zubereitet und mit frischem Brot serviert. Die übrigen kleingeschnittenen Kräuter wurden mit Salz vermischt und zum Würzen in kleine Gläser abgefüllt. Viele fleißige Hände schnitten die Blüten der Holunderbüsche am Waldesrand ab. Jedes Kind füllte sie in eine Flasche und goß diese mit Weißweinessig auf, um 2-3 Wochen später einen schmackhaften Holunderblütenessig genießen zu können.

 



08.05.2021| Eltern-Kind- Aktion Baumpflanzung

mit dem Stadtförster Johannes Merta

Jeder für sich und doch gemeinsam
Am Samstag, den 08.05.2021, haben wir in einer kleinen Eltern-Kind- Aktion unter strenger Beachtung der Hygienema nahmen gemeinsam mit unserem Stadtförster Johannes Merta fast 250 Jungb ume in einem Waldstück in Isny gepflanzt.
Nach einer kleinen Einführung von Herrn Merta zum Thema Wald krempelten wir die Ärmel hoch. Auf der weitläufigen, von Sturm und Schneebruch angegriffenen Fläche pflanzten wir auf vorab markierten Stellen vor allem kleine, wurzelnackte Buchen und Eichen. Zuvor musste der Pflanzplatz jedoch mit Rechen und Gartenschere von Brombeeren und anderem Unterholz befreit werden. Mindestens vier Spatenstiche waren im Anschluss für ein ausreichend großes Loch nötig. Abhängig vom Untergrund gestaltete sich dassehr mühsam und die Kinder benötigten das eine oder andere Mal die Unterstützung ihrer Eltern. Vorsichtig wurden die Bäume von uns dann eingepflanzt. Ganz nebenbei stießen wir auf allerlei Insekten, einen Frosch und einen kleinen Molch.
Alle Anwesenden waren mit Feuereifer dabei. Nach gut 2,5 Stunden blickten wir voller Stolz und Freude auf die Bäumchen, die ihren Platz auf der Lichtung gefunden hatten.

Unser Dank gilt an dieser Stelle vor allem Herrn Merta, aber auch allen Eltern für ihre Unterstützung bei der Realisierung unserer Aktion!



10.-11.04.2021| Jeder für sich und trotzdem gemeinsam!

Leider konnten wir unsere 1. Zusatzaktion am 10./11.04.2021 wegen des zu hohen Inzidenzwertes im Landkreis Ravensburg nicht als Gruppe durchführen. Doch das hielt zahlreiche Kinder unserer BUND Kindergruppe nicht davon ab, selbst aktiv zu werden.

Gemeinsam mit ihren Familien wurde in und um Isny fleißig Müll gesammelt.

Auch der Bauhof Isny hat seinen Teil beigetragen und uns Müllsäcke und Greifzangen zur Verfügung gestellt. Es kostete, vor allem am Anfang, doch einiges an Überwindung den Müll fremder Menschen aufzusammeln. Müll anderer am Wegesrand, im Gebüsch, auf der Wiese und im Wasser.

„Das ist wirklich ekelhaft!“. Nicht nur einmal konnte man Äußerungen wie diese hören beim Sammeln von Flaschen und deren Deckel, Windeln, Plastik, Aluverpackungen, Taschentüchern, Zigarettenstummeln und noch vielem mehr.

Wir waren wirklich fleißig und haben an diesem Wochenende zahlreiche Müllsäcke gefüllt!

Was bei dem einen oder anderen zurückbleibt ist das gute Gefühl, einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz geleistet zu haben. Aber auch ein ziemlich großes Fragezeichen. Fassungslosigkeit und Unverständnis.

Wir befinden uns im Zeitalter der Digitalisierung. JEDER weiß von dem großen Müll- und Plastikproblem unserer Zeit.

Trotzdem wird der Müll nach wie vor und viel zu oft einfach achtlos weggeworfen und liegengelassen!

 



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