Hier findet Ihr Berichte über unsere Aktionen.
Im Jahr 2026
21.02.2026 - Müllsammelaktion
Im strömenden Regen machte sich die BUND Kindergruppe am 21. Februar auf den Weg um mit weiteren freiwilligen Helfern dem Aufruf des Stadtmarketings zu folgen und das mittelalterliche Oval von Müll zu befreien.
Bevor sich alle mit rotem Eimer und Müllgreifer ausstatteten, eröffnete die Kindergruppe mit interessanten und nicht unerheblichen Fakten zum Thema Müll die Runde.
So konnten alle zusammengekommenen erfahren, wie lange es theoretisch dauert bis sich ein unachtsam weggeworfener Pappbecher zersetzt (3-5 Jahre) und dass sich eine liegen gebliebene Plastikflasche so lange zerkleinert, bis sie als Mikroplastik in den Boden, ins Grundwasser und letztendlich in unseren Nahrungskreislauf gelangt.
Auch über die Gefahren von weggeschnippten Zigarettenstummeln wurde berichtet. 200l Wasser können durch die Giftstoffe eines Zigarettenfilters verunreinigt werden und dass diese Sauerei einen sehr großen Anteil des Mülls in unseren Städten ausmacht (35%) konnten die Kinder eigens an den damit angefüllten roten Eimern erkennen!
Zu kurz kam am Ende die Einkehr und das Vorhaben ein Müllmonster aus den gesammelten Dingen zu bauen – alle waren vom Regen durchnässt und haben am Ende ein trockenes zu Hause vorgezogen.
04.03.2026 - Wildbienenhotels selbst gemacht!
Am Samstag, den 14. März, traf sich die BUND-Kindergruppe von 9.30 Uhr bis 12 Uhr in den Räumen der Alten Gerbe zu einer besonderen Aktion: Gemeinsam bauten die Kinder Wildbienenhotels für unsere kleinsten heimischen Lebewesen. Hintergrund der Aktion ist, dass viele Wildbienen und andere Insektenarten inzwischen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten stehen und durch den Verlust natürlicher Lebensräume immer weniger geeignete Plätze zum Nisten finden.
Mit viel Begeisterung und handwerklichem Geschick entstanden aus Holz, Totholz, Röhren, Schilf, Holunderstängeln und weiteren Naturmaterialien liebevoll gestaltete Insektenhotels. Diese bieten den Tieren künftig nicht nur eine Brutstätte, sondern auch Schutz und evt. eine Überwinterungsmöglichkeit.
Während des Vormittags wurde eifrig geschnitten, gebohrt, Lehm angerührt und gebaut. Die Kinder lernten dabei auch viel Spannendes über die Lebensweise der verschiedenen Wildbienen und anderer Insekten. Besonders interessant war die Frage, wie Bruthöhlen und Brutröhren von den Insekten genutzt und mit Nahrung sowie Eiern befüllt werden. So konnten die Kinder nachvollziehen, wie wichtig passende Nistmöglichkeiten für das Überleben vieler Arten sind.
Außerdem erfuhren sie, welch enormen Beitrag Insekten für unsere Biodiversität leisten. Ohne sie wäre das ökologische Gleichgewicht stark gefährdet, denn viele Pflanzen sind auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Wildbienen sowie Käfer, Schmetterlinge und andere Bestäuber sorgen dafür, dass Obstbäume, Blumen und zahlreiche Nutzpflanzen Früchte tragen können. Die Kinder lernten, dass Insekten damit eine unverzichtbare Rolle für die Vielfalt unserer Pflanzenwelt und letztlich auch für unsere Ernährung spielen.
So entstanden an diesem Vormittag wunderschöne und nützliche Wildbienenhotels, die nun hoffentlich bald von vielen kleinen Bewohnern bezogen werden.
04.04.2026 - Pflanzen einer Vogelschutzhecke in Isny
Am Samstag, den 04.04.2026, traf sich die BUND-Kindergruppe von 9 bis 12 Uhr auf dem Hof von Stefanie und Tom Kernatsch in Isny am Krumbach, um gemeinsam eine Vogelschutzhecke zu pflanzen. Mit viel Begeisterung, tatkräftigem Einsatz und großer Freude wurde gegraben und gesetzt – und am Ende entstand eine wunderschöne Hecke zwischen den Kuhweiden.
Eine solche Hecke ist weit mehr als nur ein natürlicher Zaun: Sie bietet wertvollen Lebensraum für zahlreiche Vogelarten sowie für Schmetterlingsraupen, Bienen, Hummeln und viele andere Insekten. Gleichzeitig dient sie als wichtiger grüner Korridor in der Landschaft, schützt den Boden vor Wind und Erosion und hilft dabei, Trockenheit entgegenzuwirken.
Gepflanzt wurden heimische Sträucher und Gehölze wie Faulbaum, Weissdorn, Traubenkirsche, Pappel, Kornelkirsche, Hasel, Gemeiner Schneeball, Liguster und Vogelkirsche, die Nahrung und Schutz für viele Tiere bieten. Besonders schön war zu sehen, mit welchem Engagement die Kinder bei der Sache waren. So wurde an diesem Vormittag nicht nur eine Hecke gepflanzt, sondern auch ein wertvoller Beitrag zum Natur- und Artenschutz geleistet.
Zum Abschluss gab es für alle leckeres Osterbrot mit Butter und Marmelade. Außerdem durften die Kinder den besonderen Kuhgeschichten Stefanie lauschen, die für viele fröhliche und staunende Momente sorgten und den gelungenen Vormittag auf schöne Weise abrundeten.
23.05.2026 - Arrisrieder Moos
Am 23. Mai 2026 haben sich 9 Kinder mit Andreas Morlok und zwei Betreuerinnen auf den Weg gemacht um im Arrisrieder Moos bei Kisslegg den Lebensraum von verschiedenen Libellen zu erkunden.
Schnell war klar, dass es in dieser besonderen Landschaft weit mehr als Libellen zu beobachten und bewundern gibt.
Bevor sich die neugierige Gruppe auf den Weg gemacht hat, hat Andi Morlok den Kindern Rollen zugeteilt. So haben sich unter anderem Fisch, Ente, Bach, Larve, Groß- und Kleinlibelle selbst über die Stege ins Moor begeben um ihre Entwicklungs- und Lebensgeschichte mit sämtlichen Gefahren zu erfahren.
Wusstest du, dass eine Libelle nur wenige Wochen lebt, um Eier abzulegen, die sich zur Larve entwickeln und die Larven dann bis zu 5 Jahre im Wasser leben bis sie sich endgültig zur Libelle häuten?
Nicht schlecht gestaunt haben alle, als sich eine Kreuzotter bei ihrem Morgenbad beobachten lassen hat. Und kurz vor Schluss hat sich zu aller Freude eine frisch geschlüpfte Libelle auf Andis Hand niedergelassen.
Zurück am Parkplatz haben die Kinder anhand ihrer Rollen ihr neues Wissen Revue passieren lassen und haben sich anschließend zufrieden und reich an Eindrücken und erlebter Natur auf den Heimweg gemacht.
20.06.2026 - Besuch bei den Ziegen im Kreuzbachthal
Määääähhhh……!, was haben Ziegen eigentlich mit Landschaftspflege zu tun? Dieser Frage gingen wir am Samstag, den 20. Juni, von 9 bis 12 Uhr nach und besuchten Magdalena Zintl auf dem Landschaftspflegehof Adelegg im Kreuztal.
Gemeinsam mit Leona und Oliver Post bewirtschaftet sie den Hof mit rund 120 Hektar Steillagen. Der Schwerpunkt liegt auf Naturschutz und Landschaftspflege sowie der Herstellung von biologischem Ziegenkäse. Auf dem Hof werden etwa 60 Milchziegen – Bunte Deutsche Edelziegen und Thüringer Waldziegen – sowie Mutterkühe und Pensionsrinder gehalten.
Durch den gezielten Einsatz der Ziegen in der Landschaftspflege bleiben die Steillagen der „dunklen Perle des Allgäus“ offen und wertvolle Lebensräume erhalten. So leisten die Tiere einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Artenvielfalt.
Nachdem wir am Morgen die Ziegen nach dem Melken auf die Weide gebracht hatten, machten wir uns auf der Wiese hinter dem Stall auf die Suche nach wertvollen Wildkräutern. Dabei entdeckten wir unter anderem Thymian, Pimpinelle, Schafgarbe, Frauenmantel, Löwenzahn und Fichtenspitzen. Aus den gesammelten Kräutern stellten wir eine aromatische Kräutermischung her.
Zum Abschluss des gelungenen Vormittags durften wir den selbst hergestellten Ziegenkäse, der aus frischer Ziegenmilch und Zitronensaft zubereitet worden war, gemeinsam mit der Kräutermischung verkosten.
18.07.2026 - Fließendes Gewässer
Im Hochsommer einen Ausflug ans Wasser zu machen ist besonders schön, wenn es nach Tagen großer Hitze endlich geregnet hat!
Mit der Unteren Argen hat Isny einen wunderschönen, teilweise sehr wilden Fluss, der mit der oberen Argen als drittgrößter Zufluss im Bodensee mündet.
Unweit von Isny haben die Kinder der BUND- Kindergruppe am 18.07.26 einen besonderen Ort an der Argen aufgesucht, der als „Höll“ in und um Isny bekannt ist.
Hier lässt es sich in Ruhe aufhalten und mit mitgebrachten Gerätschaften das Wasser auf kleinste Lebewesen untersuchen.
Großes Staunen ging durch die Runde, als sich ein Strudelwurm im Lupenbecher in seinen Darm blicken ließ und der Fund von verschiedensten Fliegenlarven, Schlammschnecken und Köcherfliegenlarven auf eine sehr gute Wasserqualität hat schließen lassen.
Nachdem alle gemeinsam dunkelbraunes Dreckwasser im selbstgebauten Ökofilter auf „Hellgrau“ gereinigt hatten und eine Idee aufkam, wie die verschiedensten Erdschichten schmutziges Oberflächenwasser zu sauberem Grundwasser klären, haben sich die Kinder ihrem kreativen Floß bau gewidmet.
Kurz bevor die gelungenen Floße ins Wasser gesetzt wurden, haben sich uns noch zwei Eisvögel auf Futtersuche gezeigt – so konnten wir uns alle sehr zufrieden und bereichert auf den Heimweg machen.